Computeranimation

Seit 2018 unterhalte ich ein eigenes Studio für kleine bis mittelgroße Filmproduktionen für den Bereich Computerkunst. Das ist ein sehr spannendes Arbeitsfeld, weil man auf diese Weise auf so vielen Gebieten tätig sein muss: Mathematik, Physik, Optik uvm.
Das Thema hat mich fasziniert, seit in den 80ern die Computeranimation mehr und mehr Einzug hält in Kino und Fernsehen. Damals versuchte ich mein Glück zunächst im Heimcomputerbereich, aber ich stieß sehr schnell an die Grenzen.

Endlich 2018 kam die Idee auf, einen schnellen PC für selbst gemachte Computeranimationen anzuschaffen. Zunächst erstellte ich Visuals für meine eigenen Musikproduktionen.

Mein erstes Highlight war das erstmals vollständig computergenerierte Musikvideo zu meinem Ambient-Stück „The Ambivalent“:

Neben meinen eigenen Produktionen habe ich schon eine ganze Menge Animationen für Liveauftritte von großartigen Musikkünstlern geschaffen, die live vor Publikum aufgeführt wurden. Die Resonanz des Publikums war stets positiv. Das möchte ich gerne fortsetzen.

12.03.2020 Gemeinsames audiovisuelles Kunstwerk „Hyperreale Reflexion 4th Movement“ mit Bernd-Michael Land

Vielen Dank an Bernd-Michael Land für die außergewöhnliche Gelegenheit, an einem audiovisuellen Gesamtkunstwerk mitzuwirken. Unser gemeinsamer Liveauftritt mit dem Projekttitel „Hyperreale Reflexion 4th Movement“ im urigen Ambiente des Veranstalters „DIE FABRIK“ anlässlich der Messe für Lichtkultur – Luminale – war eine besondere Herausforderung für mich. Nicht nur die aufwändigen Sets, sondern auch die Gebäude, technischen Gerätschaften, physikalischen Effekte, Animation, künstlichen Menschen und unendlich viele Stunden Rechenzeit meines PCs, haben mich über ein halbes Jahr lang mit dem Projekt beschäftigt.

Mein besonderer Dank geht an Bernd-Michael Land für die entspannte und gleichermaßen verlässliche wie professionelle Projektführung wie auch für die künstlerische Mitarbeit an der Optik des Films. Die Airbrush-Augen, die Bernd extra für die Hauptfigur, Lyssa, gezeichnet hat, haben mich sehr beeindruckt und geben Lyssa’s Gesicht so viel mehr Ausdruck.

Danke auch an seine Frau Ruth Meyer und meinen Lebensgefährten Carsten Dietze für die wertvollen Impulse und Tipps zu dem Film. Ebenso großer Dank gebührt dem Veranstalter „DIE FABRIK“ in Frankfurt/Sachsenhausen, einer ehemaligen Fabrikhalle, die atmosphärisch perfekt gepasst hat. Die wertvolle Zuarbeit und Betreuung von Karin Wagner, besonders während der kräftezehrenden Zeit der Luminale-Absage wegen der Coronavirus-Epidemie möchte ich besonders hervorheben.

Für ein so wichtiges Event wie die Luminale habe ich natürlich auch wieder mein Bestes gegeben, um das nicht leichte Thema „Industrialisierung und Romantik“ mit Licht und Schatten thematisch zu verbinden. Das Filmmaterial wurde dabei so entworfen, dass es nahezu perfekt auf die Musik abgestimmt ist und sich dennoch ein roter Faden durch die animierte Geschichte zieht.

Neben zahlreichen effektvollen Klängen aus Bernd’s Klangschmiede mit allerlei technischen Geräuschen gibt es in dem Musikalbum „Hyperreale Reflexion“ echtes Ambient und tiefgehende Flächen und Soundstrukturen zu hören. Dadurch ergänzen sich die hyperrealen Klänge mit den surrealen Bildern.

Der erste etwa 20-minütige Teil des Projektes widmet sich der Schönheit von Rost und Technik, ein Liebesspiel von Licht, sowie Geburt, Leben und Tod in Form von bizarren bis mystischen Bildern:

Part 1 des audiovisuellen Gesamtkunstwerkes, live in „DIE FABRIK“

Der zweite Teil, von dem es hier nur einen Ausschnitt gibt, nimmt den Zuschauer und Zuhörer mit auf eine zunächst besinnliche Reise mitten hinein in einen großen Stapel von mystisch gestapelten und schwebenden Containern.

Part 2 des audiovisuellen Gesamtkunstwerkes, live in „DIE FABRIK“

Der dritte Teil des Films, von dem es hier auch nur einen Ausschnitt gibt, beschäftigt sich mit den künstlichen Menschen Carl und Lyssa, die sich offensichtlich einige Zeit nicht gesehen haben, aber sich dennoch ihrer Liebe gewahr werden.

Part 3 des audiovisuellen Gesamtkunstwerkes, live in „DIE FABRIK“

Teil 4 des Films nimmt den Zuschauer mit auf einen Weg durch Zeit und Raum. Hier werden wir das erste Mal mit der negativen Seite der Industrie und „Zivilisation“ konfrontiert. Vielen Dank auch an IMERGRUEN für die Bereitstellung der Container 😉

Part 4 des audiovisuellen Gesamtkunstwerkes, live in „DIE FABRIK“

Teil 5 unseres Films, von dem es hier auch nur einen Ausschnitt zu sehen gibt, liegt zeitlich einige Jahre nach dem Teil 4 und schließt den Film mit einem Happy End ab.

Part 5 des audiovisuellen Gesamtkunstwerkes, live in „DIE FABRIK“

05.03.2020 Mondlandung mit „Der Tiefe Raum“ in der Weberei Gütersloh

Vielen Dank an Frank Tischer für die tollen Ideen zu dem 2019 entstandenen audiovisuellen Großprojekt „Moonlanding“, einer ca. 50-minütigen Animation zum Thema Mondlandung. Dieses denkwürdige Ereignis habe ich mit einem besonders effektvollen Video bereichern können, und das Publikum war begeistert. Der Film zeigt neben Raketenstart und Mondlandung als Original-NASA-Aufnahmen einen größeren Teil komplett am Computer entstandener Szenen wie z.B. die Abkopplung des Eagle-Landers, die Landung von Eagle auf dem Mond, Szenen mit Astronauten, und natürlich etwas Fiktion.

Der Film, und die extra dafür sehr passend komponierten und zusammengestellten Musikstücke wurde erstmalig 2019 im Kanzlerpalais in Fulda sowie im Radom auf der Wasserkuppe einem größeren Publikum live präsentiert mit atemberaubender Live-Performance von Künstlern wie Frank Tischer, Martin Günzel, Klaus Marquardt und Ulrich Twelker.

Wegen des ausgesprochen großen Sets der Mondoberfläche haben diese Animationen extrem viel Rechenzeit benötigt.

Der Film behandelt das Thema Mond, Weltraum und Mondlandung in der Vergangenheit, Gegenwart und einer möglichen Zukunft, natürlich nicht ohne ein gewisses Augenzwinkern. Die Modellkonstruktion, insbesondere der Astronauten, hat viel Arbeit aber auch viel Spaß gemacht. Erstmalig kommt hier Figurenanimation zum Einsatz.


Ältere Arbeiten

Das kleine Testvideo „Storage Room Mysterium“ mit meinem extra dafür komponierten Soundtrack.
Eine weitere kleine Testanimation. Eine Woche Arbeit um mit Hilfe der als „Motion Tracking“ bekannten Methode eine computeranimierte Figur mit Realfilm zu mischen. Nicht ganz perfekt, aber es zeigt, was heutzutage möglich ist.
Ein halbstündiger Zusammenschnitt von 5 großartigen Liedern von Frank Tischer, die 2018 live im Konrad Zuse-Museum und in weiteren Events zu sehen waren. Dieser sehenswerte Zusammenschnitt zeigt die computeranimierten Musikvideos von „Energy“, „Am Strand“, „M31“, „Kailash“ und „Space Invention 3“.